Antworten kommen, Fragen bleiben

Wie angekündigt finden Sie hier die Antworten auf unsere an Landtag, Kassen, KVB, Innenministerium und ZAST gerichtete Umfrage vom Mai 2013. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, indem wir diese Antworten zunächst nicht publiziert sondern zurückgehalten haben. Gerade jetzt, wo es sich abzeichnet, dass vielleicht doch eine Lösung der Notarztmisere in greifbare Nähe rückt, wollten wir vermeiden, durch die Veröffentlichung der in der Tat sehr unterschiedlichen und an einzelnen Stellen durchaus provozierenden Schreiben erneut eine unnötige Schärfe in die Diskussion zu bringen. Sie werden verstehen, dass wir uns wegen des aus unserer Sicht unglücklichen Taktierens an anderer Stelle – um uns nicht weiter dem Vorwurf der Informatzionsunterdrückung auszusetzen – leider gezwungen sehen, die vorgenannten Schreiben zu publizieren. Dass wir diese nicht unkommentiert lassen können und wollen ist selbstverständlich. Landtag: Die Präsidentin des Bay. Landtages hat geraten, unsere Anfrage bei der Anhörung im Gesundheitsausschuss zu diskutieren. Dort wurden unsere Fragen leider nicht beantwortet. Kassen: Anfrage, Antwort, Kommentar KVB: Anfrage, Antwort (Anhang), Kommentar Innenministerium: Anfrage, Antwort, Kommentar ZAST: Anfrage, Antwort, Kommentar Als Fazit müssen wir mit großem Bedauern feststellen, dass das gewünschte Zahlenwerk, das es uns vielleicht ermöglicht hätte, die Geldflüsse endlich zu verstehen oder vielleicht sogar der für niemanden mehr nachvollziehbaren Millionen-Algebra die Wurzel zu ziehen, leider nicht vorgelegt wurde. Einzig die KVB hat die angefragten Zahlen vorgelegt. In wieweit diese der Realität entsprechen können wir, mangels Angaben von anderer Seite, nicht überprüfen. Einzig bei der KVB mussten wir wegen einer für uns nicht nachvollziehbaren Zahlenangabe nachfragen. Das Ergebnis der Nachfrage hat unser migräniformes Verständnis der Vergütungswirrniss im bayerischen Notarzsystem vertieft. Nachfragen bei den anderen Antwortgebern haben sich erübrigt, da alle anderen Angefragten Statements statt Zahlen vorgelegt haben. Am Erstaunlichsten fällt auf, dass es keiner der Angefragten (n=5, Antwort=0) gewagt hat, die Frage: „Welcher Pauschalpreis ist Ihrer Meinung nach für einen notärztlichen Einsatz adäquat?“ zu beantworten. Das zeigt eine signifikante Mutlosigkeit (p<0,01). Wir werden Ihnen daher demnächst an dieser Stelle auch das Ergebnis unserer Umfrage unter Notärzten und Patienten zu diesem Thema zur Kenntnis bringen – nicht erhellend aber durchaus betrachtenswert. Antworten kommen, Fragen bleiben, Geduld geht.

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