So geht’s: das Positionspapier der agbn

Im vergangenen Jahr haben agbn, Regionalvertreter und unzählige Mitstreiter auf unterschiedlichsten Wegen alles versucht, die Misere im bayerischen Notarztdienst zu beseitigen. Das zu erwartende Desaster wurde zwar regelhaft abgewehrt, mehr als eine jeweils kurzfristig erfolgreiche Abwehrschlacht ist aber nie gelungen. Substanzielle Fortschritte konnten nicht erzielt werden, denn im Zweifelsfalle hieß es bei allen vorgebrachten, sinnvollen Lösungsvorschlägen: “das geht nicht”. Da wurden BayRDG samt Ausführungsverordnung, Datenschutzgesetzgebung, diverse Satzungen und sogar das SGB V zitiert, um zu begründen, warum das Notarztwesen in Bayern so dysfunkt und nicht anders organisiert werden muss. Anstelle die Probleme zu lösen wurden fleißig neue generiert. Dabei verschanzte sich jeder der administrativen Player hinter Paragraphen und Vorgaben, nach dem Motto “Heiliger St. Florian verschone mich vom Tun, das schaff ich Andren an”. Und es geht doch: Wir stellen hier und heute das Positionspapier der agbn zur Misere im Bayerischen Rettungsdienst vor. Wir haben uns mit Juristen, Verwaltungsfachleuten und sonstigen, im Administrationsdickicht überlegenen Paragraphenermächtigten beraten. So publizieren wir heute nicht nur die Forderungen der Notärzte, sondern stellen auch die Lösungswege vor, über die unsere Forderungen erfüllt werden können. Es geht also doch, vorausgesetzt, die flächendeckende Notarztversorgung in Bayern soll erhalten bleiben. Es geht, alles Andere ist eine Schutzbehauptung. Um nicht im Wahlkampf zwischen den politischen Lagern zerrieben zu werden, veröffentlichen wir dieses Positionspapier mit Forderungen UND Lösungswegen aus der Misere bewusst erst zum Schluss der Wahlkabinen in Bayern. Jetzt Kann niemand mehr behaupten, wir wollten die Notarztversorgung als politisches Instrument für oder gegen wen auch immer utilisieren. Wir wollen einen funktionierenden, flächendeckenden Notarztdienst in Bayern, ohne Wenn und Aber zum Schutz unserer Patienten und zur Zufriedenheit unserer Kolleginnen und Kollegen. Jetzt kann keiner mehr sagen kann, er könne die wohlüberlegten Forderungen der Notärzte nicht erfüllen, da ihm dank dieser oder jener Vorgabe die Hände gebunden seien. Es bedarf keiner Kreativität oder Inspiration. Wir zeigen wie es geht und die gewählten Vertreter in allen administrativen Gremien brauchen nur noch ihren guten Willen zeigen. Ob sie den haben, werden wir rasch erkennen können. Daran werden wir sie messen.

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